Internetdienste

Die Zweige des Internets: Internetdienste


Wer den Web-Browser öffnet und zu "surfen" beginnt, sagt umgangsprachlich zwar, er wäre im Internet, streng genommen ist das allerdings falsch. Das Internet ist lediglich die "Straße", die Infrastruktur, die den Anwender zu seinen einzelnen Bereichen führt. - Den Internetdiensten.

Allgemeine Beschreibung

Seit dem kommerziellen Durchbruch des Internets in den 90er Jahren setzten sich schnell bestimmte Dienste durch, die das Internet heute maßgeblich prägen.

Der wohl bekannteste Internetdienst ist das World Wide Web (WWW), welches meist selbst als "das Internet" bezeichnet wird. Das WWW überträgt mittels eines Web-Browsers seine Webseite von einem Webserver zum Anwender. Der Anwender kann sich diese Seite dann anschauen und über Hyperlinks (Verweise) weitere Web(unter)seiten aufrufen. Dieses Folgen der Hyperlinks wird letztendlich als "Internetsurfen" verstanden. Das WWW entwickelte sich schnell zu einem multimedialen Medium; so bietet es mittlerweile neben simplen Texten auch Bilder, Videos und andere interaktive Inhalte an. Dabei machten Web-Browser die Nutzung des WWW-Netztes für die breite Masse möglich.

Ein weiterer bekannter Internetdienst ist die eMail. Die eMail ist ein elektronischer Brief, den ein Anwender über das Internet zu anderen Anwendern schicken kann. Sie war einer der ersten und ist bis heute einer der populärsten und am meisten angewendeten Internetdienste. Heute stellt die eMail eines der weltweit wichtigsten Kommunikationsmittel dar, da sie neben der sekundenschnellen Überlieferung weder Postamt noch Briefmarke noch sonstigen Aufwand benötigt.

Auch die Diskussionsforen stellen einen eigenen Internetdienst dar. In Foren können sich Anwender aus aller Welt über jedes erdenkliche Thema unterhalten. Es ist nicht nur möglich, auf Themen zu antworten, sondern auch, selbst welche zu erstellen. Für viele Anwender sind die Diskussionsforen das "eigentlichte Internet", da es hier möglich ist, als gleichberechtiger User mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Ähnlich den Diskussionsforen sind die zahlreichen Chats. Ein Chat (von engl.: plaudern) ermöglicht die "virtuelle Unterhaltung" zwischen mehreren Anwendern in Echtzeit. Aus dem Chat hat sich desweiteren das sogenannte "Instant Messaging" entwickelt. Ein Instant Messenger ist eine Software, die - wie ein Chat - Echtzeitkommunikation ermöglicht. Viele aktuelle Instant Messenger beinhalten auch Dienste wie die Internettelefonie oder Webcamübertragungen. - Der direkte Kontakt zwischen den Anwendern soll also so gut wie möglich imitiert werden.
Ein relativ neuer Internetdienst ist die Telefonie, das Radio und das Fernsehen. Hierbei wird es ermöglicht, über das Internet - oft neben den allgemeinen Internetgebühren nicht mit weiteren Kosten verbunden - zu telefonieren, Radio zu hören (über sogenannte Radiostreams) und sogar fern zu sehen. Auch ist es mittlerweile möglich, seinen Wunschfilm (legal) herunterzuladen (Videos-on-demand).

Darüber hinaus existieren noch viele andere, mehr oder weniger bekannte und entwickelte Internetdienste. Das Spektrum ist beinahe überdimensional groß und den Freiheiten, die das Internet bietet, sind kaum Grenzen gesetzt. Man kann also gespannt sein, was noch alles auf die Internetnutzer zukommt.

Trends und Entwicklungen bei Internetdiensten

Neue Internetdienste legen oft großen Wert darauf, dem Anwender die "wirkliche Welt" so gut es geht zu projezieren. So gibt es heutzutage kaum noch etwas, was nicht über das Internet geregelt werden kann. Neben dem Postverkehr, der Unterhaltung, dem Informationsverkehr und der Kommunikation existieren derweilen sogar Dienste, die andere Dinge über das Internet steuern können. So befindet sich beispielsweise ein Dienst in der Entwicklung, der den Haushalt fernbedienen kann. Will man also vom Büro nach Hause, macht man praktischerweise vom Büro-PC schnell noch die Heizung und das Licht zu Hause an, um alles auf seine Ankunft vorzubereiten. Diese Remote-Technologie (remote: fern) dient darüber hinaus auch Firmen, die ihre PCs über einen Zentralrechner "fernsteuern" wollen.

Internetdienste: Kaufberatung

Die meisten Dienste (WWW, eMail, Chats, Foren...) sind zwar - neben den Internet- und Telefongebühren - kostenlos, es existieren jedoch auch Dienste, die zusätzlich in den Geldbeutel greifen. Musik und Filme, die sich legal herunterladen lassen, kosten logischerweise Geld. Auch manche Fernseh- und Radiodienste sind kostenpflichtig. Hierbei ist es empfehlenswert, verschiedene Dienste zu vergleichen, um später nicht von einer Filmqualität oder einem TV-Programm enttäuscht zu sein.

Zubehör zu Internetdiensten

Die zuvor angesprochenen Instant Messenger, die wie erwähnt Internettelefonie und Webcam-Übertragung möglich machen, brauchen gewisses Zubehör. So benötigt die Internettelefonie natürlich einen Ersatz für den Telefonhörer, was diesbezüglich ein sogenanntes Headset darstellt. Ein Headset ist ein Kopfhörer mit integriertem Mikrofon, sodass man gleichzeitig hören und sprechen kann. Die Webcam-Übertragung benötigt eine Webcam, eine kleine Kamera, die ein Bild in Echtzeit von einem zum anderen Anwender überträgt. Kombiniert man Telefonie und Webcam-Übertragung wird ein direktes Gespräch fast vollständig imitiert. Immer bessere und hochwertigere Zubehörartikel tragen zu dieser Projektion bei.

Tipps für Käufer

Sollten Sie sich für einen kostenpflichtigen Internetdienst oder für ein Internetdienstzubehör entscheiden, lohnt es sich, vorher einen Preisvergleich und eventuelle Kundenmeinungen einzusehen. Somit wird eine Enttäuschung über das erstandene Produkt vermieden. Auch sollten sie unbedingt vermeiden, blindlings auf ein billiges Angebot eines Dienstes einzugehen. Es könnte sich eine Kostenfalle dahinter verstecken, denn so vorteilhaft uns das Internet vorkommt, auch die virtuelle Welt ist alles andere als perfekt.