Faxgeräte

Allgemeine Beschreibung


Wer schnell Dokumente versenden will, nutzt auch heute noch ein Faxgerät: Das kann eingescannte Daten über das Telefonnetz versenden - und der Empfänger eine Kopie des Originaldokuments ausdrucken: das Fax. Seit mehr als 100 Jahren funktioniert der Versand von Daten über das Telefon- oder Funknetz. Der erste Kopiertelegraf wurde 1843 von Alexander Bain konstruiert. Das Gerät erlaubte die elektrische Übertragung von einfachen Schwarzweiss-Bildern. Nachdem im Jahr 1865 zwischen Lyon und Paris unter dem Namen „Pantélégraphes“ ein erster kommerzieller Fax-Dienst installiert worden war, wurden bereits Mitte der 1920er Jahre Bilder über den Äther übertragen.
Die ersten Bildtelegrafen wurden – u.a. aufgrund des hohen Kostenaufwands - vor allem von Zeitungsredaktionen und Verwaltungen genutzt. In den 1970er Jahren wurden dann die ersten für eine öffentliche Nutzung vorgesehen Prototypen als „Fernkopierer“ vorgestellt.
Obwohl die Deutsche Bundespost schon im Jahr 1979 den Faxdienst etablierte, gehört ein Faxgerät erst seit Ende der 1980er Jahre zum Standard in deutschen Büros. Der Durchbruch gelang, als das zunächst für den Empfang benötigte Thermopapier durch normales Papier ersetzt werden konnte.

Im privaten Bereich ist das Faxgerät inzwischen weitgehend durch Emailnutzung verdrängt worden. Im Geschäftsleben ist das Faxgerät auch heute noch ein wichtiges Kommunikationsmittel. Insbesondere beim eiligen Versand ausgefüllter Formulare ist es unerlässlich.

Trends und Entwicklungen bei Faxgeräten

Faxe können per Mobilfunk und PC und versendet werden, praktischer ist in den meisten Fällen immer noch ein analoges Faxgerät: vor allem, wenn das Dokument nicht schon als Datei im Computer gespeichert ist. Entsprechend groß ist die Angebotspalette. So ist mittlerweile der Versand und Druck farbiger Dokumente möglich. Eine hervorragende Qualität bieten Geräte mit moderner LED-Technologie: Sie sorgen für Ausdrucke mit extrem hoher Auflösung - also gestochen scharfen Texten und Grafiken. Diese übertrifft jene der seit längerem bewährten Laser-Technologie. Besonders preiswert erhältlich: Stand-Alone-Faxgeräte. Mit einem umfangreichen Vorlageneinzug verschicken sie auch lange Faxe problemlos. Und weiterhin im Trend sind Faxgeräte als Bestandteil eines All-in-One-Druckers. Günstig in der Anschaffung, bieten sie Fax, Scanner und Drucker in einem Gerät. Die zumeist integrierten Tintenstrahldrucker sorgen auch bei gefaxten Grafiken für ein gutes Druckbild.

Viele Faxgeräte kann der Nutzer per USB-Anschluss mit den PC verbinden und als Drucker nutzten. Oder in ein Netzwerk einbinden.
Darüber hinaus werden verschiedene Sonderfunktionen angeboten: Zum Beispiel der Versand von SMS und MMS, die Speicherung von Nummern und Adressen, Kopien mit Zoomfunktion, zeitversetztes Rundsenden oder ein Passwortschutz. Außerdem sind immer noch Faxgeräte, welche die Thermotransfer- oder Thermosensitivtechnik nutzen, erhältlich – und meist besonders preiswert.

Faxgeräte: Kaufberatung

Neue Faxgeräte sind ab rund 40 Euro zu haben. Insbesondere bei der Erst- oder Neuausstattung eines Arbeitsplatzes lohnt sich die Ahnschaffung von Fax-Kombigeräten. Braucht man zum Beispiel noch einen Scanner oder Drucker, kommt ein Multifunktionsgerät in Frage. Das erlaubt eine komfortable und Platz sparende Nutzung der Technik, kann mehrere Peripheriegeräte ersetzen und ist in vielen Fällen günstiger als der Einkauf von Einzelgeräten. Für den Privatnutzer eignet sich ein Gerät mit Tintenstrahl-Technologie: Es ist in der Anschaffung günstig, verursacht allerdings oft hohe Druckkosten. Für das Büro empfiehlt sich ein Gerät mit Laserdruck-Technologie – zumindest dann, wenn ein hohes Faxaufkommen erwartet wird. Die Technologie bietet eine höhere Geschwindigkeit bei höheren Auflösungen. Aufgrund ihrer niedrigen Druckkosten können sich derartige Geräte bei häufiger Nutzung in relativ kurzer Zeit amortisieren - und Wartezeiten reduzieren. Ein Gerät mit LED-Technologie eignet sich ebenfalls für den professionellen Einsatz. Hier sind Farb- und Photoausdrucke in extremer Qualität möglich.

Auch wichtig: Die Übertragungsgeschwindigkeit, die Größe des Sende- und Empfangspeichers und der Stromverbrauch während des Standby-Betriebs. Die Unterschiede hier sind enorm und reichen von knapp zwei bis fast 40 Watt. Clever: ein spezieller „Schlafmodus“, während dessen der Verbrauch unter 0.5 Watt liegt.

Die Einhaltung hoher Qualitätsansprüche und den Schutz von Umwelt und Gesundheit versprichtt der „Blaue Engel“: Diese Kennzeichnung ist mittlerweile bei einer breiten Palette von Geräten und Verbrauchsmaterialien zu finden.

Zubehör zu Faxgeräten

Das Zubehör für moderne Faxeräte variiert je nach der Art der verwendeten Technik. Nachfüllpacks wie Tonerkartuschen, Bildtrommeln, Tintenpatronen oder Thermopapierrollen müssen regelmäßig nachgekauft werden. Preis und Seitenreichweite sind extrem unterschiedlich. Zum Kauf von neuer und teurer Originalware gibt es Alternativen: So gibt es zum Beispiel leer gedruckte Originalkartuschen, die überholt und neu mit Toner befüllt wurden. Auch im Angebot: Tintenpatronen von Fremdherstellern, die weitgehend kompatibel zum Originalprodukt sein sollen. Und eine weitere Alternative zur Neuware stellen Refills dar. Viele Tintenpatronen sind mehrfach befüllbar - zumindest nach Aussage der Fremdtintenhersteller.

Tipps für Käufer

Wer nur selten ein Faxgerät benötigt und vor allem Textdokumente faxt, braucht kein Spitzengerät. Neben der Übertragungsgeschwindigkeit sind auch die Druckkosten. grundsätzlich wichtig. Diese sollten vor dem Kauf errechnet werden. Ein in der Anschaffung billiges Faxgerät kann hohe Kosten verursachen und in der Gesamtkalkulation weit weniger günstig als ein teures sein. Und bei regelmäßiger Nutzung des Faxgerätes ist eine lange Übertragungszeit ebenso unerfreulich wie ein hoher Seitenpreis.