TV & Beamer

Allgemeines zu TV-Geräten und Beamern:


Sowohl TV-Geräte als auch Beamer werden in der Regel unter dem Oberbegriff „Fernseher“ zusammengefasst. Das Grundprinzip ist immerhin ein sehr ähnliches: Bei beiden Geräten werden Bilder bzw. Bildfolgen in einer möglichst hohen Wiederholrate – der Frequenz – auf eine Oberfläche projiziert, sodass der Zuschauer den Eindruck hat, Zeuge einer dynamischen Szenerie zu sein.

Der Unterschied zwischen den Geräte ist für den Nutzer jedoch maßgeblich: Während der Fernseher nicht nur zur Bildwiedergabe dient, sondern auch gleichzeitig als Empfänger für Fernsehsignale fungiert, sind heutige Beamer – also Videoprojektoren – in der Regel nur für das Darstellen verschiedenster visueller Inhalte konzipiert. Die Videoquelle, beispielsweise ein DVD-Player, ist hingegen eine eigenständige Komponente. Kurz gesagt: Wer ein gewöhnliches TV-Gerät erwirbt, kann regelmäßig zumindest auf Grundprogramme zugreifen, während ein Beamer alleine oftmals keinerlei Nutzen spenden kann.

Daneben unterscheiden sich die beiden Varianten natürlich noch in der Technik: Ein TV-Gerät gibt das Videosignal auf einem eigenen Bildschirm wieder, Beamer projizieren dieses hingegen auf eine Leinwand. Das hat natürlich den Vorteil, dass das Bild wesentlich größer dargestellt werden kann; jedoch wird dadurch gleichzeitig das Einhalten bestimmter Rahmenbedingungen – eine Leinwandfläche, ein abgedunkelter Raum, keine Hindernisse im Projektionsfeld etc. – von Nöten.

Trends und Entwicklungen bei TV-Geräten und Beamern:

Die Entwicklungen bzw. Trends im Bereich „TV & Beamer“ lassen sich primär an den verschiedenen Gerätevarianten erkennen.

Wo beim TV-Gerät lange Zeit der sogenannte „Röhren-Fernseher“ zum Einsatz kam, herrschen jetzt Flüssigkristall-Bildschirme – sogenannte LCD-Bildschirme – und Plasma-Displays vor. Beide bieten den Vorteil wesentlich höherer Bildschärfe, während sie durch den Verzicht auf einen luftleeren Raum gleichzeitig platzsparender gestaltet sind – daher rührt auch die Bezeichnung der Flachbildschirme.
Im Rahmen der Erhöhung der Wiedergabeauflösungen hat auch das sogenannte HDTV Einzug erhalten, also High Definition Television. TV-Geräte, die diese Technik unterstützen, können Videosignale mit einer Vertikalauflösung von 720, teilweise auch 1080 Zeilen wiedergeben. Zum Vergleich: Der in Europa bisher vorherrschende Standard PAL zeigt lediglich 576 Zeilen an.
Mit HDTV nicht zu verwechseln ist das Anzeigeverhältnis 16:9, was in etwa zum selben Zeitpunkt populärer wurde: Neue TV-Geräte verfügen nun nicht mehr über ein Verhältnis (der Bildbreite zur Bildhöhe) von 4:3, sondern von 16:9. Dadurch wird das Bild wesentlich „länglicher“, was tendenziell eher dem menschlichen Sehverhältnis entspricht.

Dieser Formatwechsel wurde auch bei Beamern vorgenommen: Heutzutage unterstützen viele Geräte das 16:9-Verhältnis. Weitere Entwicklungen fanden hier insbesondere im Bereich der Projektionsstärke statt, wodurch das angeworfene Bild auch unter weniger optimalen Lichtverhältnissen klar erkennbar bleiben soll, und in Bezug auf die Kompaktheit: Wo mehrere Jahre alte Beamer noch teils enorme Ausmaße annahmen und über ein dementsprechendes Gewicht verfügten, da lassen sich aktuelle Geräte kompakt unter einem Arm tragen.

TV und Beamer: Kaufberatung:

Beim Kauf von TV-Geräten und Beamern sollte unbedingt auf die unterstützen Auflösungen und Bildschirmformate geachtet werden. In der Regel gilt bei Erstgenanntem: je höher, desto besser. Denn hochauflösende TV-Sendungen sehen deutlich besser und realitätsnäher als ihre PAL-Konkurrenten aus. Gleichzeitig geben viele deutsche Sender einen großen Teil ihres Programms im 16:9-Format wieder, Tendenz steigend. Wird nun ein 4:3-Gerät erworben, müssen entweder störende schwarze Balken hingenommen die Anzeigen links und rechts „beschnitten“ werden.

Bei Beamern sollte zudem auf das genaue Gerät geachtet werden: LED-Projektoren punkten beispielsweise durch einen niedrigen Stromverbrauch, können aber auch nur geringe Auflösung darstellen. Beim heutigen Standard LCD kann hingegen nicht viel falsch gemacht werden: Die Geräte sind kompakt, preisgünstig und einfach zu bedienen.

Zubehör zu TV-Geräten und Beamern:

Nutzer von Beamern greifen häufig auf ein oftmals unerlässliches Zubehörteil zurück: Filmtapeten. Dadurch kann das Bild perfekt auf eine ebene Fläche projiziert werden, während diese im Falle des Nichtgebrauchs kompakt eingerollt werden kann. Lediglich Beamer-Nutzer, die über eine große, freie, weiße Wandfläche verfügen, können hierauf verzichten.

Sowohl für TV-Geräte, als auch für Beamer interessant sind Sound-Systeme: Ein 5.1 Surround-System gibt beispielsweise Audiosignale in perfekter Umgebungsakustik wieder. Dadurch erhält der Nutzer das Gefühl, er sei mitten im Geschehen. Neuerdings werden auch 7.1 Systeme angeboten, welche durch zwei zusätzliche Boxen für noch mehr Raumklang sorgen.

Tipps für Käufer:

Das A und O beim Kauf von TV-Geräten und Beamern ist die Beratung. Insbesondere Interessierte, die über wenige Kenntnisse in Bezug auf HDTV, Plasma, LCD, Bildformat und Co. verfügen, sollten nicht davor zurückschrecken, sich in Fachgeschäften zu informieren.

Gleichzeitig wichtig ist eine Nutzenanalyse: Wie wichtig ist das Kinogefühl, das durch Beamer vermittelt wird? Rechtfertigt es die zusätzlichen Kosten? Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass Beamer als Einzelprodukt unnütz sind; sie können lediglich in Verbindung mit einem PC, DVD-Player oder ähnlichem genutzt werden.

Nicht zu vergessen ist auch: Ist der „Einsatzort“ des jeweiligen Gerätes überhaupt dafür geeignet? Wer beispielsweise über eine kleine, verwinkelte Wohnung verfügt, der sollte eher zum TV, als zu einem platzintensiven Beamer greifen.