Lautsprecher & Zubehör

Allgemeine Beschreibung


Als etwa zur selben Zeit Thomas Alva Edison den Phonographen und Alexander Graham Bell das Telefon entwickelten, ahnte sicher keiner von beiden, dass sie die Grundsteine für die Lautsprecher legten, wie wir sie noch heute kennen und verwenden. Die von den beiden Tüftlern konstruierten Schallwandler markierten den Anfang der Lautsprechergeschichte. Bis heute funktionieren rund 90 Prozent aller Lautsprecher nach dem Prinzip der Elektrodynamik. Eine bewegliche Schwingspule ist mit einer Membran verbunden und stößt sich im Takt des durch sie hindurch fließenden Stroms gewissermaßen von dem sie umgebenden Magnetfeld ab. Dieses zunächst simple Prinzip wurde bis heute permanent ausgefeilt, um eine möglichst hohe Klangqualität in Innenräumen zu erzielen. Diese wird indessen nie perfekt sein, denn der Umstand, dass die Wände den Schall zurückwerfen, ist aus technologischer Sicht nicht zu überwinden. Auch trotz ständigen Fortschritts gilt heute noch, dass kleine Membranen besser hohe Töne wiedergeben, große Membranen dagegen für tiefe Töne geeignet sind – auch, wenn diese inzwischen mit kleineren Membranen erzeugt werden können.

Trends und Entwicklungen bei Lautsprechern

Es ist noch nicht lange her, dass Stereosysteme mit der Dolby-Surround-Technologie ernsthafte Konkurrenz bekamen. Vor allem die Entwicklung der Unterhaltungselektronik hin zum so genannten Heimkino verhalf dem Rundum-Sound zum Einzug in Lichtspielhäuser und unzählige Wohnzimmer. Zu den üblichen zwei Boxen gesellten sich noch drei weitere: neben den beiden Frontlautsprechern benötigt Dolby Surround zwei hintere Lautsprecher sowie eine Box in der vorderen Mitte. Da, wie eingangs bereits beschrieben, die Grundtechnologie der Lautsprecher bis dato nahezu unverändert geblieben ist und Ansätze jenseits des elektrodynamischen Lautsprechers ein kaum erwähnenswertes Außenseiterdasein fristen, machen sich Trends vor allem im Design bemerkbar. High-End-Geräte sind oftmals kaum noch als Lautsprecher zu erkennen, sondern fügen sich als dekorative Design-Objekte in ihre Umgebung. Bei der Formgebung hat sich bei großen Lautsprechern die Höhe gegen die Breite durchgesetzt, vor allem aber sind Lautsprecher in den vergangenen Jahren beständig geschrumpft – dies wiederum ist dem technischen Fortschritt zu verdanken. Mitunter verstecken sich heute leistungsstarke Boxen problemlos in Bücherregalen.

Lautsprecher: Kaufberatung

Natürlich ist ein Dolby-Surround-System stets reizvoll, denn wer möchte nicht gerne etwas mehr haben als „nur“ Stereo. Jedoch gilt es, die eigenen Ansprüche klar zu reflektieren. Für die reine Wiedergabe von Musik braucht es keinen Rundum-Sound, hier empfehlen sich eher gute Stereolautsprecher. Doch Vorsicht – ist deren Eingangsleistung (wird in Watt gemessen) mit der Ausgangsleistung des Verstärkers kompatibel? Ist das Ausgangsgerät von minderer Qualität, können hervorragende Lautsprecher ihre Leistungsmöglichkeiten nicht ausschöpfen. Vom Niedrigpreissektor ist in der Regel abzuraten. Hier wird gerne getrickst und der PMPO-Wert, der die Höchstleistung eines Lautsprechers angibt, künstlich in die Höhe gerechnet. Unterm Strich beschreibt dieser Wert die Leistung, die ein Lautsprecher für ungefähr eine Sekunde verträgt, ehe er davon kaputt geht – die Angabe kann also problemlos als der Wert interpretiert werden, dem das Produkt keinesfalls gewachsen ist. Kosten Lautsprecher auffällig wenig und besitzen eine PMPO-Angabe, ist generell Misstrauen angebracht. Für gewöhnlich sollte man für ein zufrieden stellendes Klangresultat auf Markenartikel zurückgreifen. Magnat, Pioneer, Bose oder auch Yamaha können hier als zuverlässige Hersteller genannt werden, deren Produkte sicherlich keinen PMPO-Schwindel nötig haben.

Zubehör für Lautsprecher

Kabellosigkeit ist im Trend, das Zauberwort heißt wireless. Hierfür gibt es inzwischen auch Sender- und Empfängereinheiten für Lautsprecher, die vor allem dann angebracht sind, wenn vom Ausgangsgerät zu den Boxen eine lange Strecke zu überbrücken ist und dementsprechend viel Kabel versteckt werden muss, damit die Optik des Raumes nicht beeinträchtigt wird. Befinden sich dagegen die Boxen in unmittelbarer Nähe zum Ausgangsgerät, kann darauf getrost verzichtet werden. Um Lautsprecher an der Wand zu befestigen, gibt es entsprechende Halterungen, die mit Bedacht gewählt sein wollen. Freilich spielt hier insbesondere das Gewicht eines einzelnen Lautsprechers eine Rolle. Wer beim Kauf der Halterung knausert und sich für die preiswerte und kleine Variante aus Plastik entscheidet, kann unter Umständen daheim ein böses Erwachen erleben, wenn die Halterung dem Gewicht der Box schlicht nicht gewachsen ist.

Tipps für Käufer

Beim Boxenkauf gilt: Produktvergleich geht vor Preisvergleich. Selten sind Lautsprecher überteuert, im mittleren und oberen Preissegment stimmt zumeist auch das Preis-Leistungsverhältnis. Die Nutzung sollte eine primäre Rolle spielen. Das fulminante Heimkino braucht heutzutage ein gutes Surround-System, um die zahllosen Klangeffekte moderner Filme rundum genießen zu können. Wem die Boxen dagegen ausschließlich zum Musikhören dienen sollen, dem werden Stereolautsprecher in jedem Falle genügen. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist das Wissen über die Leistung des Ausgangsgeräts erforderlich. Dessen Wattzahl sollte mit der der Lautsprecher verglichen werden und nicht wesentlich geringer sein, keinesfalls aber größer. Vor allem aber: Finger weg von Produkten mit PMPO-Angabe.