Audio & HiFi
Über Audio, CDs und MP3-Player
Gespeicherte Audioquellen wiederzugeben erfordert drei verschiedene Komponenten. Erstens das Speichermedium, das ein Quellsignal enthält, zweitens einen Verstärker und drittens einen Lautsprecher. Letztlich funktionieren vom Schallplattenspieler bis zum MP3-Player alle Wiedergabegeräte auf diese Weise.
Es gibt analoge und digitale Speichermedien. Kassettengeräte und Plattenspieler sind z.B. analoge Medien. Ein analoges Medium speichert im Prinzip das komplette Signal einer Amplitude. Das heißt, dass theoretisch einer sehr detaillierte Auflösung einer Tonspur zu erreichen sein müsste. Praktisch ist dies aber unmöglich, da es zu einem Rauschen kommt, das mit zunehmender Verstärkung noch zunimmt. Ein weiteres Problem der analogen Medien ist ihre beschränkte Haltbarkeit. Jede Materialschwäche bedeutet zugleich einen Teilverlust der Tonspur.
Das digitale Audiosignal ist quantisiert. Es wird erstellt, indem ein analoges Audiosignal in regelmäßigen Zeitabständen gemessen und dann als Bitmuster gespeichert wird. Dazu wird ein Analog-Digital-Umsetzer (ADC-Wandler) benutzt. Üblich ist bei Musik heutzutage eine Auflösung von 16 Bits, das bedeutet 44100 Messungen pro Sekunde. Die Genauigkeit dieser Messungen ergiebt sich aus 65.536 Stufen, die jeder Wert annehmen kann. Die digitale Audioaufnahme ist damit in der Qualität einer analogen in der Regel überlegen.
Das MP3-Format, eine Komprimierung des auf CDs genutzten Standards, hat den Speicherplatz für Musikstücke deutlich reduziert. Dies ist gelungen, indem man die für den Menschen nicht bewusst hörbaren Frequenzen entfernt hat. Das MP3-Format hat die Entwicklung moderne Abspielgeräte sehr befördert, da es den Speicherbedarf drastisch senkt. Erst so konnten MP3-Player die wichtigsten Geräte für Musikrezeption werden und die Stereo-Anlage vom Sockel stoßen.
Digitalisierung und Miniaturisierung
Der Trend zur Digitalisierung trifft alle Medien und auch die Audio-Player bleiben nicht verschont. Eine gleichbleibend hohe Qualität und verlustfreie Speicherung sind schlagende Argumente.Die Stereo-Anlage, sowohl als Kompaktanlage, als auch aus Komponenten aufgebaut wird weiterhin ihren Platz finden. Dennoch sind die Zeiten vorbei, in denen wahre Glaubenskriege um die perfekte HiFi-Anlage ausgetragen wurden. Der Trend geht weg von dem perfekten Sound zum mobilen Abspielgerät. Kaum noch jemand investiert tausende Euro in eine Anlage. Lieber investiert man einen Bruchteil in einen MP3-Player. Die gesamte Gesellschaft ist mobiler geworden und ein fest installiertes Highend-Gerät, wie es in den 70ern und 80ern modern war, passt nicht mehr zum Zeitgeist.
Eine kritische Frage ist derzeit die langfristige Haltbarkeit digitaler Medien. CDs sind nicht ewig haltbar, sondern werden schon in wenigen Jahrzehnten nicht mehr lesbar sein. Ähnliche gilt auch für Festplatten oder USB-Sticks. Deswegen ist die Frage der Archivierung ein sehr heikles Thema, das wohl nur durch eine regelmäßig wiederholte Kopie auf immer neue Medien zu lösen ist.
Kaufberatung Audiogeräte und MP3-Player
Bei Audiogeräten sollte man auf jeden Fall das naheliegende tun und den eigenen Ohren einen Vergleichstest gönnen. Letztlich empfindet jedermann ein Hörerlebnis anders und dementsprechend muss jeder auch eine individuelle Entscheidung treffen. Wenn man in ein Geschäft geht, sollte man möglichst eine eigene CD mitnehmen, die den Musikgeschmack repräsentiert, den man überwiegend hören möchte. Manche Anlagen eignen sich besser für Klassik, andere wieder für Rock.Früher war das Credo, dass man für Lautsprecher mindestens so viel ausgeben sollte, wie für den Rest der Anlage. Völlig verkehrt ist dies auch heute noch nicht. Wenn man nach einem optimalen Hörerlebnis sucht, wird man sich aus Komponenten das persönliche Ideal zusammen suchen müssen.
Bei MP3-Playern sollte man nicht am falschen Ende sparen. Sie sollten leicht bedienbar sein, einen großen Speicher und vor allem gute Kopfhörer haben. Wenn man nur auf den Preis achtet, kann man am Ende viel Geld zusätzlich bezahlen, um einen annehmbaren Kopfhörer nachzurüsten.
DJ Equipment muss andere Anforderungen erfüllen, als ein Audio-Player für einen Normalverbraucher. Es kommt vor allem auf Robustheit an. In einem Tonstudio hingegen wird meist die beste Qualität eingesetzt, unabhängig vom Preis.
Bei Audio-Produkten hat man die Qual der Wahl
Der Audio-Markt ist nicht mehr so einheitlich wie er noch vor wenigen Jahren war. Heute spielen DVD-Player, Stereo-Anlagen, Autoradios, Handys und Computer Musik ab. Die Käufer sind mobiler geworden und die Geräte auch.Wo früher wenige Hersteller den Markt unter sich aufteilten, gibt es heute eine breite Palette von Anbietern, die vom Billigprodukt bis zur Spitzenware alles auf den Markt bringen. Für den Käufer bedeutet dies, dass er mit erhöhter Wachsamkeit vorgehen muss.
Fachleute, spitzt die Ohren
Anders als bei vielen anderen Produkten kann jeder Laie ein gutes von einem schlechten Audiogerät unterscheiden. Das schlechte Gerät klingt schlecht, das gute klingt gut. So simpel ist es im Prinzip. Man darf sich nicht einschüchtern lassen von großen Namen oder einem Verkäufer, der mit einem süffisanten Lächeln den HiFi-Fachmann spielt. Letztlich muss einem selber das gefallen, was aus den Boxen oder dem Kopfhörer kommt.Trotzdem hilft ein Blick in Fachzeitschriften, die gute Hinweise auf den Komfort und die Ausstattung eines Gerätes geben. Aber hier sollte man sich nicht blenden lassen. Ein integriertes Diktiergerät hilft nicht weiter, wenn man nie ein Diktiergerät benötigt. Ein nüchterner Blick auf des Notwendige und Wünschenswerte hilft weiter. Leider gilt aber in den meisten Fällen, dass mehr Leistung auch mehr Geld kostet.











