Foto & Video

Über Fotografie, Fotokamera und Videokamera


Die Fotografie ist ein optisches Verfahren, bei bei dem ein Lichtbild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort gespeichert (analoge Fotografie) oder in digitale Daten umgewandelt wird, die dann in einem zweiten Schritt gespeichert werden (digitale Fotografie).
Der Vorgänger der modernen Fotoapparate ist die Camera Obscura. Sie ist weniger eine Erfindung, eher eine Entdeckung. Schon Aristoteles kannte im 4. Jahrhundert vor Christus den Effekt, dass sich ein Bild erzeugen lässt in einem Raum, wenn man Licht nur durch ein kleines Loch einfallen lässt. Das Bild ist spiegelverkehrt und projiziert die Außenwelt. Mit der Erfindung der Linse wurde die Camera Obscura verbessert und diente in der Renaissance der Unterhaltung. Schauspiele wurden vor der Linse aufgeführt, während das Publikum im Innenraum eine Art frühes Kino bewundern durfte. Im 19. Jahrhundert wurde dann die analoge Fotografie erfunden, deren wesentliche Neuerung die Speicherung von Bildern war. Sie wurde weiterenwickelt und fand ihren Höheppunkt in der Spiegelreflexkamera. Ende des 20. Jahrhunderts erreichte die Digitalisierung auch den Fotoapparat. Digitalkameras wurden entwickelt und sorgen bis heute für einen neuen Fotoboom.
Die Videokamera unterscheidet sich von einer Filmkamera dadurch, dass bei ihr die Bilder in elektronische Signale umgewandelt werden, während letztere ein fotographisches Verfahren benutzt. Eine Videokamera mit eingebautem Videorekorder bezeichnet man als Camcorder. Auch bei diesen Geräten findet ein zunehmender Umstieg auf die digital Welt statt.

Foto und Video - Steigende Bild-Qualität, auch bei kleinen Geräten

Wesentlicher Trend in der Fotografie ebenso wie in der Videotechnik ist die Umstellung auf digitale Verfahren. Dies hat den großen Vorteil, dass das Entwickeln wegfällt, da das Bild oder der Film am heimischen PC verarbeitet werden kann. Ebenso ist es möglich, Fotos auf einem günstigen Drucker zuhause auszudrucken. Da die Qualität zunehmend steigt und selbst im Profibereich die Digitalkameras langsam die analogen Vertreter ablösen, ist davon auszugehen, dass die klassische Fotografie in Zukunft nur noch ein Nischendasein fristen wird. Die Qualität der digitalen Bilder wird sehr bald auch auf dem Massenmarkt so gut oder besser sein wie in der analogen Fotografie. Ein Vorbote dieser Entwicklung ist die Verbreitung von Handys mit Kamera. Diese Kameras erreichen schon jetzt eine sehr gute Auflösung und ermöglichen Bilder, die noch vor wenigen Jahren mit einer Highend-Digitalkamera nicht möglich gewesen wären.
Ein interessanter Fakt der digitalen Fotografie ist ihre Manipulierbarkeit. Während auch das klassische Foto retuschierbar und verfälschbar war, ist mit den digitalen Möglichkeiten ein neues Zeitalter eingeläutet worden. Der Glaube an das Bild ist endgültig verloren gegangen, da jedermann an seinem PC ein Bild so verändern kann, dass es nichts mehr mit einer abgebildeten Wirklichkeit zu tun hat. Die Folgen für eine bildgläubige Gesellschaft wie die westliche Welt sind immens und in ihrer ganzen Tragweite wohl noch nicht erfasst.

Kaufberatung: Digitalkamera, Camcorder, ...

Der Markt für optische Geräte bietet nicht nur Digitalkameras und Camcorder. Auch Diaprojektoren und Ferngläser gehören zum Repertoire. All diesen Geräten ist gemein, dass ihre Qualität maßgeblich von dem optischen System, das sie benutzen, bestimmt wird. Deswegen ist es auch kaum möglich eine sehr hochwertige Digitalkamera zu einem Spottpreis zu bekommen. Selbst die höchste Auflösung hilft nicht weiter, wenn die Optik nur Mittelmaß ist. Leider lässt sich dies vor einem Kauf nicht testen, so dass man darauf angewiesen ist, sich über Fachzeitschriften oder Stiftung Warentest ausgiebig zu informieren.
In jedem Fall sollte man sich auch überlegen, wozu man einen Camcorder oder eine Digitalkamera benötigt. Möchte man großformatige Bilder produzieren, dann kann man nicht zuviel Geld ausgeben und sollte vielleicht über eine digitale Spiegelreflexkamera nachdenken. Unter Umständen ist sogar die analoge Variante besser geeignet, da sie vielleicht deutlich günstiger die selbe Qualität bietet. Für ein paar Urlaubsschnappschüsse reicht hingegen eine Kamera mit einfacher Qualität.
Verfügt man nicht schon über Software zur Bild- oder Videobearbeitung (ab Windows XP gibt es diese schon im Betriebssystem integriert), kann man beim Kauf darauf achten, dass eine Software im Paket enthalten ist. Dies spart zusätzliche Ausgaben und zudem bekommt man eine Software, die sehr gut mit der gekauften Kamera harmonieren sollte.

Digitalisierung ungebremst

Die Digitalisierung in allen Bereichen ist nicht aufzuhalten. Auch bei Foto- und Videokameras ist die digitale Speicherung zum Maß aller Dinge geworden. Derzeit wütet ein wilder Preiskampf, der zu immer mehr Leistung für immer weniger Geld führt. Für den Kunden kann dies nur von Vorteil sein.
Belächelte man früher noch japanische Touristen in Europa, weil sie mehr fotografierten als mit eigenen Augen zu schauen, so grassiert dieser Foto-Virus heute fast in der ganzen Welt und es ist keine Ende dieser Entwicklung in Sicht.

Bei Kauf nicht nur auf Auflösung, sondern auch gute Optik und Verarbeitung achten

Beim Kauf einer Kamera einer bekannten Marke kann man wenig falsch machen. Man sollte sich nicht von atemberaubenden Auflösungen blenden lassen, die man für die eigenen Zwecke vielleicht nie braucht. Lieber sollte man Wert legen auf eine sehr gute Optik und robuste Verarbeitung. Angesichts der rasanten Entwicklung sollte man nicht zuviel Geld in Systeme investieren, die in wenigen Jahren überholt sind, weil deutlich bessere Nachfolger bereit stehen.