Ferngläser
Allgemeine Beschreibung, optische Begriffe
Ferngläser und Feldstecher werden von den verschiedensten Personengruppen zu ganz unterschiedlichen Zwecken und Gelegenheiten genutzt. Ferngläser leisten Privatdetektiven und Ermittlern, Paparazzos, Sportbegeisterten, Jägern, Sportfischern und Seglern ebenso gute Dienste, wie Opernliebhabern. Die Preise für ein Fernglas können je nach Qualität ganz erheblich differieren, und wer sich ein gutes Fernglas zulegen möchte, tut gut daran, sich einige optische Grundbegriffe anzueignen und verschiedene Angebote zu vergleichen, um sich schließlich ein Fernglas auszusuchen, das am optimalsten für die eigenen Bedürfnisse geeignet ist. Auf einem Glas sind immer 2 Zahlen aufgeprägt, zum Beispiel 7 x 50, 10 x 50. Die erste Zahl gibt die Vergrößerung an, die zweite den Objektivdurchmesser. Die Qualität des Objektivs beeinflußt wesentlich die Leistung des Glases. Je größer der Objektivdurchmesser, umso mehr Licht erhält das Auge und um so besser ist die Leistung des Fernglases. Die Austrittspupille ist die helle Kreisfläche, die auf der Okularlinse erkennbar ist, wenn das Glas etwa 25 cm vom Auge entfernt gehalten wird. Ein 10 x 50 Fernglas hat also eine Austrittspupille von 5 mm. Vergrößerung und Objektivdurchmesser ergeben die Dämmerungszahl. Sie errechnet sich aus der Quadratwurzel von Vergrößerung und Objektivdurchmesser. So hat ein Fernglas von 8 x 50 eine Dämmerungszahl von 20 (8x 50= 400, die Wurzel aus 400 beträgt 20). So wird auch verständlich, warum ein 10 x 50 Glas einem 6 x 30 Feldstechher in der Dämmerungsleistung deutlich überlegen ist. In der Mitte des Glases ist das Bild am schärfsten, je besser die Qualität der Optik ist, um so besser ist die Randschärfe des Glases. Vor allem bei der Beobachtung in der Dämmerung zeigen sich die erheblichen Qualitätsunterschiede, die bei Ferngläsern bestehen können.Fernglässer: Trends und Entwicklungen
Ferngläser gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen, Für den Sport und die Reise bieten verschiedene Hersteller leichte und gut transportierbare Gläser, meist mit 10- 8 facher Vergrößerung auf den Markt, die in der Regel einen Objektivdurchmesser von 20- 50 haben. Solche Gläser sind für den üblichen Gebrauch, etwa bei Trekkingtouren, Sportveranstaltungen, bei Zoobesuchen oder in der Oper durchaus ausreichend. Wildbiologen, Jäger, Forstleute und Privatdetektive werden auf höhere Qualität zurückgreifen wollen, und es empfehlen sich für den gehobenen Gebrauch Gläser mit asphärischen Linsen. Der Vorteil asphärischer Linsen besteht in den brillanteren Farben, schärferen Kontrasten und einer besseren Randschärfe. Einige Gläser der gehobenen Preisklasse wie die Leica Duovidserie können in der Vergrößerung variiert und von 8 facher Vergrößerung auf 12 oder 15 fache umgeschaltet werden.Tipps zum Kauf eines guten Fernglases
Aus den oben erwähnten Informationen dürfte klar geworden sein, dass Fernglas nicht gleich Fernglas ist. Ein gutes Glas wird 20 bis 30 Jahre bei pfleglicher Behandlung mühelos überdauern, und häufig wird der stolze Besitzer sein Fernglas noch seinen Nachkommen vermachen können, die noch jahrelang daran Freude haben werden. Der Kauf eines Fernglases kann daher mit dem eines Luxuswagens verglichen werden. Der Käufer sollte bedenken, wofür er das Glas braucht. Als Faustregel gilt, dass das Bild umso mehr verwackelt, je größer die Vergrößerung ist. 10 fache Vergrößerung ist etwa das Äußerste, womit man freihändig noch zurechtkommt. Für ein Universalglas, das für Jagd, Sport und Freizeit gleichermaßen gut geeignet ist, hat sich 8 fache Vergrößerung als am optimalsten erwiesen. Das Glas sollte eine gute Randschärfe und Dämmerungsleistung besitzen. Gläser von 8 x 40 bis 8 x 50 werden für die meisten Zwecke am besten geeignet sein. Qualität hat in der Regel ihren Preis, und bei einem guten Fernglas sollte man nicht an der falschen Stelle sparen.Zubehör für Fernglässer
In der Regel wird ein passendes Futteral mit dem Fernglas zusammen geliefert. Das Glas sollte darin nur bei Transport aufbewahrt werden, allerdings nicht ständig im Futteral gelagert werden. Jedes optische Gerät wird dem Benutzer eine pflegliche Behandlung danken und ihm über Jahre erhalten bleiben. Fingerabdrücke auf den Linsen sind eine Pest für das Objektiv. Ein weiches Läppchen gehört daher unbedingt zum Zubehör. Wer von einem Anstand Wild mit einem Fernglas mit hoher Vergrößerung beobachten will, ist gut beraten, sich ein Stativ anzuschaffen, um Verwacklungen zu vermeiden. Für den gehobenen Gebrauch kann dazu die zusätzliche Anschaffung eines Nachtsichtgerätes oder eines Laser- Entfernungsmessers lohnend sein.Tipps für Käufer
Wie bereits erwähnt, hat Qualität ihren Preis, und ein gutes Fernglas ist nicht billig. Dennoch gibt es Gelegenheiten für "Schnäppchen". So spricht durchaus nichts dagegen, ein gebrauchtes Glas zu kaufen, sofern die Qualität stimmt. Bei Haushaltsauflösungen und Sammlerbörsen lohnt es, die Augen offenzuhalten. Günstige, hochwertige Gläser von Zeiss Jena und anderen renommierten Herstellern, die aus Ostblockbehördenbeständen stammen und sich durch ein günstiges Preis/Leistungsverhältnis auszeichnen, hat öfters die Firma Frankonia Jagd im Angebot.











