Software

Allgemeine Beschreibung


War die Situation auf dem Software-Markt in den siebziger Jahren noch dadurch gekennzeichnet, dass es außer dem Betriebssystem MS-DOS und einer einfachen Textverarbeitung quasi keine weitere Software auf dem Markt gab, so ist das Software-Angebot heute so gut wie unüberschaubar geworden.

Die Anzahl der Betriebssysteme hat sich erweitert. Neben den verschiedenen Versionen von Windows, Mac OS X und Unix sind eine ganze Reihe weniger populärer Systeme für Desktop-Rechner und Großrechner verfügbar. Die beiden bekanntesten Betriebssysteme, Windows und Mac, sind in aller Regel auf den Rechnern vorinstalliert, die im Fach- oder Versandhandel angeboten werden. Unix ist preisgünstig oder kostenlos erhältlich und kann auf allen Rechnern installiert werden.

Das Spektrum der Anwendungssoftware deckt mittlerweile beinahe alle Lebensbereiche ab. Im professionellen Umfeld werden die meisten Tätigkeiten automatisiert und erfordern dabei fast immer den Einsatz spezieller Software. Im Publishing-Bereich überschneiden sich die Einsatzgebiete. Die Druck- und Verlagsbranche arbeitet mit der gleichen DTP- und Bildbearbeitungssoftware, die auch Homeuser zur Erstellung ihrer Fotoalben oder Bewerbungsunterlagen nutzen. Die Textverarbeitung Word ist ohnehin weltweit in allen Bereichen im Einsatz. Weitere Themenfelder, auf denen sich der professionelle und der Hobby-Bereich nur geringfügig unterscheiden, sind Webdesign und Software zur Verarbeitung, Speicherung und zum Abspielen von Film- und Musik-Daten. Netzwerksoftware, Browser und PC-Programme zum Empfang von Radio- und TV-Sendern auf dem eigenen Computer finden in den Haushalten immer größere Verbreitung, da sich der PC zu einem zentralen Medium entwickelt, dass nach und nach andere elektronische Geräte ersetzt und vereint.

Neben diesem Großangebot an PC-Programmen, die eine spezielle Aufgabe im professionellen Bereich, beim Hobby oder im Haushalt zu erfüllen haben, beherrscht das Angebot der Spiele-Software die Verkaufsflächen der Technik- und Computermärkte. Spielesoftware gibt es für mobile Playstations, für Spielekonsolen, die zusammen mit dem Fernseher eingesetzt werden, oder als PC-Programm zur Installation auf dem eigenen Rechner. Inhaltlich kann ein User aus einem gewaltigen Spielesoftware-Spektrum auswählen, das Action-Spiele, Sportwettbewerbe, Simulationen in vielen Bereichen, strategische und klassische Jump-and-Run-Spiele umfasst.

Trends und Entwicklungen bei der Software

Der Software-Markt wird zurzeit vor allem von vier wesentlichen Trends bestimmt. Noch am Anfang steht die absehbare Entwicklung, dass die Software immer systemunabhängiger wird. Viele Programme sind für mehrere Betriebssysteme verfügbar, auf manchen CDs sind unterschiedliche Software-Versionen für mehrere Betriebssysteme gebrannt. Seitdem auf Macintosh-Rechnern auch Windows installiert werden kann, beschleunigt sich dieser Trend.

PC-Programme werden seltener auf den Verkaufsflächen der realen Computerläden angeboten. Da das Angebotsspektrum so groß geworden ist, können die Händler nur einen kleinen Teil der verfügbaren Software vorrätig haben. Oft wird Software über Online-Shops eingekauft, die wesentlich mehr Titel anbieten können. Der einfachste Weg für den Anwender ist dabei, die Software direkt auf den eigenen Rechner downzuloaden. Das Programm und die dazu gehörende Dokumentation liegen dann nur noch digital vor.

Vor allem bei den Office-Programmen setzt sich langsam aber sicher der Trend durch, eine auf einem Server des Anbieters installierte Version zu nutzen, die online zugänglich ist. Der Anwender kauft also das Programm gar nicht mehr, sondern mietet nur noch Nutzungszeit. Manche Anbieter stellen sogar Speicherplatz für die bearbeiteten Dokumente zur Verfügung. Dieser Service kann sehr preisgünstig sein, stellt aber ein höheres Sicherheitsrisiko dar.

Im professionellen Software-Einsatz geht der Trend dahin, immer speziellere, also genau auf den Kunden zugeschnittene Software anzubieten. Die Funktionen der PC-Programme sind modulartig aufgebaut und jeder Kunde entscheidet selbst, welche Module er benötigt und kaufen möchte.

Software: Worauf beim Kauf achten?

Vor dem Softwarekauf sollte sich ein Anwender am besten schriftlich genau klar machen, wofür der das Programm einsetzen möchte und welche Funktionen die Software im Einzelnen erfüllen soll. Für viele Einsatzgebiete gibt es preisgünstige Lösungen, die allen Anforderungen gerecht werden. Wer genau weiß, was er sucht, kann gezielter suchen und muss nicht auf das erstbeste Programm, dass er im Regal findet, zurückgreifen.

Ganz wichtig ist es, vor dem Kauf oder zumindest vor der Entsiegelung der Software-Verpackung sicherzustellen, dass die eigene Hardware auch wirklich den Software-Anforderungen gerecht wird. Nicht alle Software-Pakete sind versionsübergreifend, manche laufen nicht auf der neuesten Betriebssystem-Version. Gerade für Spieleprogramme werden ein riesiger Arbeitsspeicher und ein schneller Prozessor benötigt. Bei CAD-Software ist es entscheidend, dass die Grafikkarte eine ausreichende Kapazität zur Verfügung stellt, damit die Anwendung in der Praxis nicht zu einer zeitraubenden Folter wird. Dass die Software auch für das eingesetzte Betriebssystem geschrieben worden sein muss, versteht sich zwar eigentlich von selbst, wird aber von vielen Käufern beim Kauf missachtet.

Tipps für Käufer von PC-Programmen

Wer sich nicht hundertprozentig sicher ist, welche Software er genau benötigt, oder ob das PC-Programm, dass er ausgewählt hat, auch wirklich auf dem eigenen Rechner läuft, hat die Möglichkeit, im Internet zu recherchieren. Die Web-Präsenzen der Software-Hersteller geben Auskunft über alle Features der PC-Programme. Über Blogs, FAQ-Seiten oder spezielle User-Foren lassen sich aussagekräftige Referenzen oder Produkttests finden und mit etwas Geduld alle weiteren Fragen beantworten. Ein Rat suchender Kaufinteressent gelangt schon durch Eingabe treffender Stichwörter in einer Suchmaschine auf die passenden Web-Seiten.