Notebooks & Tablet PCs

Allgemeine Beschreibung von Notebooks, Laptops und Tablet-PC’s

Über die Begriffsabgrenzung zwischen Notebooks und Laptops herrscht sogar in der Fachwelt Uneinigkeit. Ursprünglich waren Laptops kleine, leichte, tragbare Rechner, wohingegen Notebooks eine etwas schwerere, besser ausgestattete und leistungsfähigere Kategorie waren. Diese Unterscheidung wird heute nicht mehr gemacht, umgangssprachlich (und vor allem in den Verkaufsprospekten aller Händler und Hersteller) werden Notebooks und Laptops synonym gebraucht (bei Apple heißen diese Geräte dann Powerbooks, bei IBM Thinkpads etc., so dass jeder Hersteller wiederum weitere Begriffe kreiert hat).

Tablet-PC’s hingegen sind relativ klar zu beschreiben. Von einem Tablet-PC wird regelmäßig dann gesprochen, wenn er als ‚Notizblock’ verwendet werden kann. Dazu sollten zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Zum Einen muss er mit einem elektronischen Stift (ein sog. ‚pen’) und der zugehörigen Software ausgestattet sein, um handschriftliche Notizen elektronisch anzeigen zu können.

  • Zum Anderen sollte sein Display drehbar sein und mit der Anzeige nach oben zugeklappt werden können, so dass man den Rechner tatsächlich wie einen Notizblock im zugeklappten Zustand handschriftlich benutzen kann. Von Format, Gewicht, Größe, Bildschirmauflösung etc. her ist ein Tablet-PC gleich zu Laptops bzw. Notebooks. In einigen Fällen kann das Display auch komplett abgenommen und separat als Rechner verwendet werden (Eingabe dann nur über die Stift).

Trends und Entwicklungen bei Notebooks, Laptops und Tablet-PC’s

Die Trends bei Notebooks, Laptops und Tablet-PC’s sind durchaus vergleichbar zu den Trends bei Desktops. Insgesamt werden sie immer leistungsfähiger und schneller, hochauflösender und enthalten mehr Speicherplatz.

  • Leistungsfähiger und schneller bedeutet, dass stets die neueste, leistungsfähigere Prozessorgeneration benutzt wird. Da ca. alle 4-6 Monate eine neue Prozessorgeneration entwickelt wird, ist leider dieser Teil des Rechners relativ schnell nicht mehr „der neueste Schrei“. Derzeit sind DualCore-Prozessoren von Intel oder von AMD die leistungsfähigsten Prozessoren.

  • Die Schnelligkeit hängt auch vom verwendeten Bussystem (dem Transportsystem zwischen Prozessor und Hauptspeicher sowie zwischen Speicher und Festplatte) ab. Derzeit wird hier die Geschwindigkeitssteigerung durch einen sog. Level-2-Cache erreicht.

  • Hochauflösender bezieht sich auf die Bildschirme bzw. Displays. Eingebaute Displays sollten mindestens eine Auflösung von 1024 Pixel in der Breite und 800 Pixel in der Höhe haben (also 1024x800). Der Trend geht allerdings – analog zu den TV-Geräten zu einer sog. wide-screen-Auflösung, d. h. das Höhen/Breiten-Verhältnis ist nicht mehr (ungefähr) 4:3 sondern (ungefähr) 16:9.

  • Der Hauptspeicherbedarf ist durch das neue Betriebssystem Windows Vista um eine Stufe gestiegen – genügte bislang ein Hauptspeicher (bzw. Arbeitsspeicher) bei Laptops von 1 GB vollauf, so sollten es für Vista und die neuesten Spiele schon 2 GB sein.

  • Und zuletzt ist die Festplattenkapazität bei Notebooks, Laptops und Tablet-PC’s immens gestiegen: ein aktuell gut ausgestatteter Notebook sollte eine Festplatte nicht unter 80 GB besitzen – 160 GB sind Standard.

  • Weitere Trends finden sich beim Zubehör und den Anschlüssen: gehört inzwischen ein DVD-Laufwerk, das auch CDs spielt, zur absoluten Untergrenze, so ist ein normales Gerät mit einem DVD-Brenner (zum Kopieren und für die Datensicherung) ausgerüstet. Ein Einschubplatz für eine UMTS-Karte zum Überall-Surfen über Mobilfunk und natürlich ein eingebautes WLAN zum Surfen zuhause oder an öffentlichen Hotspots sind Mindestausstattung. Anschlüsse für DVB-T Empfänger samt eingebauter TV-Karte, direkte Anschlüsse an HDTV-Fernseher (TV-Geräte mit zukünftiger hoher Auflösung) sowie der Anschluss für die digitale Bildübertragung zu einem externen Monitor (sog. DVI-Anschlüsse) sind ebenfalls im Trend.

 

Notebooks, Laptops und Tablet-PC’s: Kaufberatung

Jeder (und vor allem auch jede), der sich einen Notebook, Laptop oder Tablet kauft, sollte sich vorher unbedingt fragen, was er damit anfangen will. Vielleicht helfen folgende typischen Anwendergruppen bei der Entscheidung:

  • „Büroanwender“ sind Anwender, die ihre Steuererklärung machen wollen, das Konto verwalten, im Internet surfen, Briefe schreiben oder Berechnungen im Haushalt machen werden. Oder sie nehmen sich hin und wieder Arbeit aus dem Job mit.

  • „Spieler“ wollen stets die neuesten Spiele spielen – gerne auch mit Mehreren im Internet - und eher selten normale Büroanwendungen benutzen.

  • „Reisende“ arbeiten viel im Zug oder im Flugzeug, brauchen ihren Rechner im Urlaub, im Hotel oder im Auto im Stau.

  • „Eilige“ wollen sich schnell Notizen machen, mal eben ne kleine e-Mail versenden oder den Freunden auf der Party kurz die letzten Familien- oder Urlaubsbilder zeigen.


Prinzipiell kann jeder alles benutzen, aber je nach Typ könnte man auf folgende Ausstattungsmerkmale von Notebooks, Laptops und Tablet-PC’s besonders achten:

  • Büroanwender benötigen einen normalschnellen PC mit sehr gutem Display, da sie u. U. sehr lange vor dem Laptop arbeiten. Sie benötigen viel Zubehör für externe Monitore, USB-Sticks, externe Festplatten und ggf. sogar eine Docking-Station – eine Erweiterung, die zuhause auf dem Schreibtisch die Verbindung mit den externen Geräten einfach herstellt. Ein möglichst großes Software-Paket verringert die Folgekosten.

  • Spieler brauchen einen möglichst schnellen Prozessor und eine hervorragende Grafik. Gewicht, externe Anschlüsse oder Software ist zweitrangig für sie.

  • Reisende benötigen kleine, möglichst leichte Laptops – möglichst auch in einer „Outdoor-Version“, d. h. mit einem spritzwassergeschützten, robusten Gehäuse. Viele Anschlüsse für Modems, Netzwerke, Modems in Hotels aller Länder sind ebenso wichtig wie ein möglichst leistungsstarker Akku, den man im laufenden Betrieb gegen einen Ersatzakku tauschen kann.

  • Eilige sind typische Tablet-PC-Nutzer. Klein, leicht, praktisch im Umgang mit dem Stift, dazu die passende Software (die bei diesen Geräten immer dabei sein muss!), ein leistungsfähiger Prozessor und eine größere Festplatte sind wichtig (denn diese Anwendungen sind sehr komplex und verbrauchen viel Speicherplatz).

 

Tipps für Käufer

Beim Kauf eines Laptops, Notebooks oder Tablet-PCs sollte man unbedingt das Gespräch mit dem Verkäufer suchen – schildern Sie ihm Ihre Anforderungen und fragen Sie nach, bis Ihnen alles klar ist. Überlegen Sie sich vorher, was für Zusatzgeräte, Ausstattungsmerkmale Sie unbedingt benötigen und auf welche Sie zur Not verzichten können. Und zuletzt: überlegen Sie, was für ein Gerät Freunde besitzen, so dass Sie ggf. auf deren Erfahrung und Hilfe zurück greifen und mit diesen problemlos Daten austauschen können.