Desktop-PCs & Hardware
Allgemeine Beschreibung: Die Alleskönner
In Büros und Unternehmen spielen Computer schon seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle, für den Heimanwender waren sie allerdings lange Zeit uninteressant: Zu groß, zu hoher Stromverbrauch - und überhaupt, was sollte man damit anstellen? Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei. Mittlerweile werden Personal Computer für den heimischen Schreibtisch - kurz Desktop-PCs genannt - sogar in Discount-Lebensmittelmärkten verkauft und finden sich so selbstverständlich in fast jedem Haushalt, wie Mikrowellenöfen oder Geschirrspülmaschinen. Die Frage nach dem "Wozu?" stellt sich Niemand mehr, viele alltägliche Dinge werden mit dem PC einfach zeitsparender und effektiver erledigt, als dies vor der dessen Einführung möglich war. Egal ob es das Schreiben von Briefen, die Steuererklärung, ein bisschen Ablenkung durch ein Computerspiel oder die Verwaltung der persönlichen Lieblingsfilme und -CDs ist - der PC bietet zahlreiche Möglichkeiten der Anwendung, sowohl im geschäftlichen wie auch im privaten Bereich.
Trends und Entwicklungen bei Desktop-PCs und Hardware: Von Megahertz zu Gigahertz
Man mag es kaum glauben, doch vor nicht einmal zehn Jahren war ein Desktop-PC mit einer Prozessorgeschwindigkeit von 500 MHz und 128 MB Arbeitsspeicher so etwas wie der Porsche unter den Computern. Damals war nicht absehbar, wie schnell sich die Entwicklung der Hardware vollziehen würde: Mittlerweile kommt der geneigte PC-Besitzer nicht mehr an Dual-Core-CPUs - Prozessoren mit zwei Kernen und Taktfrequenzen von 2x1,5 GHz und mehr - und Arbeitsspeicher in Größenordnungen ab 1 Gigabyte vorbei. Und diese Rechenleistung wird heutzutage auch benötigt: Moderne Betriebssysteme wie Windows Vista brauchen etwa 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, um effektiv verwendet werden zu können - wenn man zusätzlich noch aktuelle 3D-Games auf dem PC spielen möchte, darf es auch ruhig noch etwas mehr sein. Mindestens genau so wichtig ist für den PC-Spielefreak allerdings eine geeignete 3D-Grafikkarte. Auch hier überholen sich die Hersteller nahezu monatlich mit neuen Top-Modellen, die immer noch beeindruckendere Leistungsdaten vorweisen können. Nicht selten haben die modernen Grafikkarten mehr Arbeitsspeicher und Prozessorleistung als ein etwas betagter Desktop-PC.
Kaufberatung: Die Qual der Wahl
Bei der Entscheidung zum Kauf eines neuen Desktop-PCs müssen im Vorweg mehrere grundlegende Dinge geklärt werden. Zunächst sollte sich der Käufer überlegen, für welche Zwecke er den PC nutzen will. Wenn daran lediglich Büroarbeiten verrichtet werden sollen, braucht das Gerät keinen übergroßen Arbeitsspeicher und auch keinen besonders schnellen Prozessor. Auch bei der Grafik- und der Soundkarte kann in diesem Fall gespart werden - ein Office-Dokument oder eine E-Mail benötigen keine 3D-Beschleunigung und keine Dolby-Digital-Unterstützung. Falls mit dem Gerät ein Heimarbeitsplatz eingerichtet wird, sollte das an Grafik und Sound gesparte Geld stattdessen in ergonomische Eingabegeräte wie Maus und Tastatur investiert werden, sowie in ein augenfreundliches Display. Wer viele Stunden an seinem PC verbringt, vermeidet hierdurch unnötige körperliche Belastungen.
Wer seinen Computer für Multimedia-Anwendungen nutzen möchte, für den gelten andere Maßstäbe bei der Anschaffung: Zum problemlosen Abspielen von Filmen auf dem PC wird eine relativ hohe Prozessorleistung benötigt, hier darf es gern eine Dual-Core-CPU sein. Die Grafikkarte muss in diesem Fall zwar nicht die neueste sein, sollte aber mindestens 128 MB Grafikspeicher besitzen. Entscheidend wird es im Bereich Multimedia beim Sound: Welche Soundkarte angeschafft wird, hängt vom zu verwendenden Verstärker und der persönlichen Lautsprecherkonfiguration ab - wer Dolby Digital nutzen will, braucht auch eine moderne Soundkarte, die dies unterstützt. Insgesamt bedarf die Konfiguration eines Multimedia-PCs etwas höherer Investitionen als die eines Büro-PCs.
Das Non-Plus-Ultra unter den Desktop-PCs stellt allerdings der Gaming-PC dar, mit dem aktuelle 3D-Spiele genutzt werden sollen. Hierbei gibt es grundsätzlich keine Begrenzung der Leistungswerte nach oben, moderne Spiele nutzen auch die Hardware von High-End-PCs komplett aus. Will man die Kosten trotzdem etwas eingrenzen, so muss man zumindest grundlegene Rahmendaten beachten. In jedem Fall sollte ein Gaming-PC heutzutage einen Dual-Core-Prozessor mit mehr als 2x2.0 GHz besitzen, mindestens 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit nicht weniger als 256 MB Grafikspeicher sowie - zumindest unter Windows Vista - Unterstützung für DirectX 10. Auch die Soundkarte ist für Computerspiele wichtig, wie beim Multimedia-PC gilt hier: Die Kaufentscheidung abhängig von den Anschlussmöglichkeiten am eigenen Verstärker machen.
Tipps für Käufer: Kaufen - nur wo?
Auch nach der Entscheidung für die richtige Rahmenkonfiguration des eigenen Dektop-PCs stellen sich dem Käufer noch zwei grundlegende Fragen: Discounter oder Fachgeschäft. Hierbei sollte man beachten, dass es beim Discounter - egal ob dieser nun auf Elektronik oder etwas anderes spezialisiert ist - grundsätzlich nur fertig konfigurierte Geräte zu kaufen gibt. Diese sind zwar meist recht günstig, man sollte allerdings ganz genau darauf achten, ob die Konfiguration den eigenen Bedürfnissen entspricht. Demgegenüber bietet ein Fachändler dem Käufer die Möglichkeit, die Konfiguration selbst zu bestimmen und sich einen individuellen PC zusammenzustellen. Meist sind diese allerdings teurer als die Geräte beim Discounter. Einige PC-Hersteller bieten aber mittlerweile auch die Option, im Internet PCs nach den eigenen Wünschen zu konfigurieren. Eine vernünftige und günstige Alternative zum Fachändler, allerdings fehlt hier wiederum die Beratung. Welche dieser Varianten für den Käufer am sinnvollsten ist, hängt somit auch ein wenig von den bereits vorhandenen PC-Kenntnissen ab.











